Das urnenfelderzeitliche Gräberfeld von Wiesbaden-Erbenheim

In den Jahren 1984 bis 1986 wurden bei Wiesbaden-Erbenheim 137 Gräber der Urnenfelderzeit (1200 - 800 (750?) v. Chr.) entdeckt. Im Umfeld der Gräber fand man weitere 100 Siedlungsbefunde, die teilweise der Urnenfelderzeit zuzuweisen sind, andere datieren vom Paläolithikum bis in die Neuzeit. Die Nekropole bietet ein Spektrum der verschiedenen Grabformen: einfache Urnengräber mit Leichenbrand, übermannsgroße Steinkisten, Doliengräber (Gräber bei denen ein großes Gefäß über das eigentliche Grabgefäß gestülpt ist), Brandschüttungsgräber und Kombinationen der verschiedenen Grabtypen. Typologisch lassen sich Funde dem Horizont Ha A1 - B1 (ca. 1200 - 950 (900?) v. Chr.) zuweisen, ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf der Stufe Ha A2. Durch die teilweise sehr gut dokumentierte Lage der Beigaben in den Gräbern, kann man den Vorgang der Grablege genau rekonstruieren. Anhand der so beobachteten Regelhaftigkeiten werden neue Aussagen zum Grabritus möglich.

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